Minotaurus


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Der Minotaurus ist ein Mischwesen, ein Mensch mit Stierkopf nach einigen Gewährsleuten. Wild und ungebärdig war er, ein gewalttätiges und blutrünstiges Untier,


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ähnlich den Kentauren, nur dass diese "Rossmänner" waren, mit dem Rumpf eines Pferdes und dem Oberkörper eines Menschen.
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Der Minotaurus entsprang der schändlichen, fluchbeladenen Verbindung der Frau des Minos, Pasiphae, mit dem schneeweißen Stier, den Minos, der König von Kreta, von seinem Onkel Poseidon inständig erflehte, als Wunder, dem Meere entstiegen, zur Bekräftigung und Untermauerung seiner Herrschaft und Gottesverbundenheit.
Nach dieser wunderbaren Erscheinung wollte Minos den Stier den Göttern opfern, war von dessen Schönheit jedoch derart betört, dass er an seiner Statt ein minderwertiges Tier als Opfergabe den Göttern darbrachte, das einzigartige Wesen jedoch behielt und in seine Herden einreihte.
Poseidon, erzürnt und voller Grimm, belegte Pasiphae daraufhin mit einem Liebeszauber, der sie sich mit dem Stier verbinden ließ. Dieser Vereinigung entsprang der Minotaurus.


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Eigentlich wollte Minos den leibhaftigen Beweis für das Fehlverhalten seiner Frau töten lassen, wurde aber durch die Bitten seiner Tochter Ariadne umgestimmt. Er gewährte ihm das Leben, beauftragte jedoch Daidalos/Dädalus, den "kunstvollen Arbeiter", den einfallsreichen Tüftler und Erfinder, ein Gefängnis für ihn zu ersinnen, worauf Dädalus das Labyrinth sich einfallen ließ, das von nun an Verbannungsort des Minotaurus sein sollte.


Drei grundlegende Typen: kretisches, klassisches; römisches; christliches Labyrinth
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Nach Niederringung der Stadt Athen, das Minos mit Hilfe seines Vaters Zeus bezwingen konnte, der ihm so beistand, die Ermordung seines Sohnes Androgeos im  athenischen Gebiet zu rächen, forderte Minos einen neunjährig wiederkehrenden Blutzoll von Athen: 7 Jünglinge und 7 Jungfrauen mußte Athen dem Minos ausliefern, der sie ins Labyrinth schickte und dort ihrem Verderben aussetzte.
Erst Theseus, der spätere König von Athen, setzte dem grausamen Unwesen ein Ende: er fuhr mit den todgeweihten nach Kreta, durfte auch ins Labyrinth, da Minos auch ihn zu verderben wünschte und nicht damit gerechnet hatte, dass seine Tochter Ariadne, obgleich, nach einer Version, bereits mit Dionysos/Bacchus verlobt, sich Hals über Kopf in den anmutgen, tapferen Krieger verliebte und ihm, auf Anraten des Dädalus, ein Knäuel roten Wollfadens mitgab, das es Theseus ermöglichte, nach dem siegreich bestandenen Kampf gegen das Untier sicher den Irrgarten wieder zu verlassen.

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Wir kennen heute noch den roten Faden, der sich beispielsweise durch eine Geschichte zieht. Und auch Höhlenforscher, die sich auf unbekannte Grotten, sei es über, sei es unter Wasser, einlassen und deren Ausmaße erkunden, sichern sich durch ein Seil, das sie im Vorwärtsstreben abspulen und von dem sie sich auf dem Rückweg zum Ausgangspunkt leiten lassen.

Theseus floh zusammen mit Ariadne nach Naxos, wo er sie nach einer Überlieferungslinie verließ und sie am Strande von Dionysos entdeckt wurde, der sich später mit ihr verband.


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Oenopion, die Personifizierung des Weinanbaus, war ein Sproß dieser Ehe. Er lernte von seinem Vater Dionysos die Kunst des Weinbaus und vervollkommnete sie auf der Insel Chios, die er sein eigen nannte.

Dädalus aber, als Ratgeber der Ariadne, der sie mit dem Ariadnefaden Theseus helfen ließ, heil und unversehrt aus dem Irrgarten des Minotaurus zu entkommen, fiel in Ungnade bei Minos, der ihn und seinen Sohn Ikarus, so eine Variante, in das von ihm selbst ersonnene und erbaute Labyrinth werfen ließ, aus dem zu entrinnen schier unmöglich schien.
Nebenbei bemerkt, hätte Dädalus wohl ein weit härteres Schicksal erwqrtet, hätte der Kreterkönig gewußt, dass er es war, der durch Verfertigen einer Kuhattrape Pasiphae half, den Akt mit dem Stier des Poseidon zu vollziehen.


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Doch unterschätzte Minos den Erfindungsreichtum des Gefangenen: aus Vogelfedern und Kerzenwachs stellte er Flügel her für sich und seinen Sohn, und stieg nach eindringlichen Warnungen, sich nicht zu sehr der Sonne zu nähern, mit ihm in die Lüfte empor.


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Schon schien die Rettung greifbar nahe für beide, da achtete Ikarus nicht mehr der Mahnungen seines Vaters, kam übermütig den heißen Strahlen des Sonnenwagens zu nahe


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und stürzte, da das geschmolzene Wachs die Form der Flügel sich auflösen ließ, ins Meer,


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wo der Traum, wie ein Vogel das Himmelsblau zu durchschweben, ein jähes tödliches Ende fand.


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Das Gebiet der Ägäis, in das er fiel, heißt deshalb Ikarisches Meer und die Insel, auf der der Vater den Sohn begrub, Ikaria.

Der Menschheitstraum vom Fliegen ist also bereits früh in den Mythen anzutreffen. Fast könnte man deren Schöpfer als geistige Vorläufer der Bionik betrachten, dem Wissenschaftsgebiet, das versucht, Leistungen oder Eigenschaften von Pflanzen oder Tieren in moderne Technik umzusetzen, z.B. das Abperlen von Flüssigkeiten von bestimmten Pflanzen bei der Herstellung von Fassadenfarben auch zu erreichen (der sogenannte Lotuseffekt) , oder die Eigenheiten der Haifischhaut, die ein fast widerstandsloses Gleiten durchs Wasser erlauben, auf Bootsoberflächen oder Badeanzüge zu übertragen.
Hier stand die Beobachtung des Vogelflugs am Anfang.Systematisch auf jeden Fall bei Leonardo da Vinci (1452-1519), dem die Umsetzung in funktionstüchtige Flugapparate jedoch nicht gelang.


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Auch Otto Lilienthal (1848-1896) forschte empirisch und akribisch brachte er seine Forschungen zu Papier.


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Ihm gelangen mehrere Flugversuche mit sogenannten Hängegleitern.


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Sein Werk wurde durch die Deutsche Post geehrt, und die frappierende Ähnlichkeit zum Ikarusbild weiter oben versetzt uns nicht in Erstaunen.


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Weben ist neben Töpfern eine der ältesten Kulturtechniken der Welt.Nachweisbar seit 30 000 Jahren konnte der Mensch Textilien herstellen und seit ca. 12 000 Jahren (Neolithikum gleich Jungsteinzeit) lassen sich Gewichtswebstühle durch Funde tönerner Gewichte belegen.
Beim Weben werden mindestens 2 Fadensysteme: Kettfäden und Schussfäden rechtwinklig verkreuzt.
Bei Gewichtswebstühlen werden die Kettfäden mit Webgewichten an einem waagerechten Holz befestigt und hängengelassen, was ihnen eine für das Gewebe wichtige Spannung gibt. Die Schussfäden, die parallelen Fäden, die quer zu den Kettfäden verlaufen, werden dann eingetragen.


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Später liegen die Kettfäden horizontal in Längsrichtung auf einen Kettbaum gewickelt, werden entsprechend angehoben oder abgesenkt, so entsteht  ein sogenanntes Fach durch das die Schussfäden "geschossen" werden.


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Das so hergestellte Erzeugnis, das Gewebe, umfasst neben Tuchen auch Tapeten oder Teppiche.

Arachne

Um Wandteppiche ganz besonderer Art geht es in der Geschichte von Arachne. In der griechischen Mythologie ist sie eine herausragende Weberin aus Lydien in der Osttürkei, grob gesagt, aus dem Gebiet um das heutige Izmir. Allseits bewundert und gelobt ob ihrer Werke wurde sie stolz und eitel, hochmütig maßte sie sich gar an, besser als Athene, der Erfinderin der Webkunst, zu sein.
Die Göttin nahte sich ihr in Gestalt eines alten Weibes und mahnte sie, nicht übermütig zu werden gegenüber einer Gottheit, wollte ihr Gelegenheit geben, den Hochmut aufzugeben und dem Frevel abzuschwören. Doch Arachne verharrte in ihrem Stolz und ohne Einsicht begehrte sie, der Göttin ansichtig zu werden und ihr im Wettstreit gegenüberzutreten. Da wandelte Athene ihre Gestalt und trat ihr in ihrer Göttlichkeit entgegen.
Sogleich machten sich beide ans Werk, jede mit einem anderen Motiv: Athene wählte ihren Sieg über Poseidon im Kampf um die Schirmherrschaft Athens, Arachne eine Szenerie der verschiedensten Götter, wie sie ,vor Lust entbrannt, ihrem Triebe folgend, hinter Göttinnen und Menschenfrauen hereiferten, um sie zu einem Schäferstündchen zu überreden.
Athene konnte nicht umhin zuzugeben, das das Werk Arachnes vollkommen war, nicht neidlos allerdings, erzürnt über die Ungeheuerlichkeit, in einer Sterblichen eine mindestens ebenbürtige Wettstreiterin gefunden zu haben, die sie vor aller Augen bloßstellte, zerriss sie Arachnes Wandteppich, und schlug wie wild auf die Konkurrentin ein.
Hiernun wurde Arachne bewußt, was sie getan, Angst ergriff sie, und der Rache der Göttin zuvorkommen wollend, knüpfte sie sich auf. Doch Athene war dies nicht genug der Strafe: sie lockerte den Strick um ihren Hals, verwandelte ihn in ein Spinnennetz und Arachne in eine Webspinne.



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Seither sind die Spinnentiere, wissenschaftlich ausgedrückt die Arachniden, dazu verflucht, ewig zu spinnen un an einem Faden zu hängen; die meisten jedenfalls, denn einige Arten verstecken sich in Röhren und Trichtern, um auf ihre Beute zu lauern, fangen sie also nicht mit Netzen, oder ergreifen sie im Sprung.

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Hugin und Munin ( Gedanke und Erinnerung ) heißen die zwei Raben Odins / Wotans, die ihm täglich all das berichten, was in der Welt vor sich geht, weshalb er auch Rabengott genannt wird.


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Wissen und Weisheit wurden ihnen zugeschrieben. In diesem Sinne ist der Rabe auch Begleiter des griechischen Gottes Apollo, unter anderem eben ein Gott des Wissens, der Weisheit bzw. der Weissagung. Ursprünglich war dieser Rabe weiß. Er wurde jedoch von Apollo dazu verflucht, fortan mit schwarzem Gefieder leben zu müssen, nachdem er dem Gott die schlechte Nachricht überbrachte, dass dessen Geliebte Koronis sich wieder ihrem früheren Partner zuwandte ohne dass er selbst, als ihr bestellter Wächter und Hüter, hindernd eingreifen konnte.


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Der Einäugige ist ein weiterer von Odins Beinamen. Erhalten hat er ihn, weil er eines seiner Augen für einen Schluck aus Mimirs Brunnen gab. Mimir ist der Hüter einer der Urquellen unter der Weltenesche Yggdrasil. Ein Trank aus ihr verheißt Wissen und Weisheit, und um diesen Schatz zu erringen, war Odin / Wotan bereit, einen hohen Preis zu zahlen.


Odin am Brunnen der Weisheit
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Vergleichen könnte man das mit dem spanischen Ausdruck „me ha costado un ojo de la cara“, der übersetzt etwa lautet: „hat mich eine Stange Geld gekostet“, „ein Heidengeld“, „war ein teurer Spaß“, wörtlich: „hat mich ein Auge des Gesichts gekostet“, wobei der Franzose noch einen draufsetzt: „ca m`a coute les yeux de la tete“ meint wörtlich: die Augen, also beide.

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Als Trojanisches Pferd- auch kurz Trojaner genannt- wird ein Computerprogramm bezeichnet, das unter dem Deckmantel der Nützlich- und Brauchbarkeit dem Anwender Schaden zufügt.

Abgeleitet ist der Name vom trojanischen Pferd der griechischen Mythologie. Dies wurde von den Griechen zusammengezimmert und nach jahrelanger, erfolgloser Belagerung der Stadt Troja vor deren Toren zurückgelassen. Das griechische Heer täuschte seinen Abzug vor, ließ aber einen ihrer Krieger namens Sinon zurück, der gegenüber den Trojanern behauptete, das Pferd sei ein Weihegeschenk an Pallas Athene,die, sollten sie es zerstören, Unheil über die gesamte Stadt hereinbrechen lasse, ihnen jedoch jeglichen Schutz angedeihen werde, brächten sie es in ihre Stadt. Allein deshalb sei es so groß gebaut worden, damit dies nicht bewerkstelligt werden könne.

In seinem Inneren barg das Pferd allerdings die besten Kämpfer der Griechen.Trotz Bedenken einiger Mitbürger, schlug die Mehrheit der Trojaner alle Warnungen in den Wind. Viele Hände brachen Steine aus der bislang unüberwindbaren Stadtmauer, schufen Raum für die vermeintliche Siegestrophäe, die ihnen den Untergang bringen sollte: des Nachts entstiegen die griechischen Soldaten dem Pferde, kaum behelligt von trojanischen Kriegern,die sich im Siegestaumel berauschten, öffneten die Tore, ließen ihre Mitstreiter herein und begannen ihr Werk der Zerstörung, das Troja in Schutt und Asche legte.

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In der abgekürzten Redeweise vom Trojaner liegt streng betrachtet eine Verkehrung vor: sie waren die Opfer, ihnen wurde schier unendliches Leid angetan, dauerhafter Schaden zugefügt, Täter, Angreifer die Griechen.


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Den Begriff Achillesferse benutzt man heute in übertragender Bedeutung für einen Schwachpunkt, eine verwundbare Stelle sowohl eines Menschen, als auch eines Vorhabens oder eines Systems.

Er stammt ursprünglich aus der griechischen Mythologie: die rechte Ferse war die einzige Stelle an der Achilles, ein griechischer Held im Kampf um Troja, verwundbar war.

 Achilles war sterblich, denn er entsprang der Verbindung eines menschlichen Vaters ( Peleus ) mit der Meeresgöttin Thetis. Diese seine Mutter suchte jedoch ihn wenigstens unverwundbar zu machen, indem sie ihn (nach einer Version) in die Wasser des Flusses Styx, der die Unterwelt von der Oberwelt trennt, tauchte,


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oder (nach einer anderen Variante) ihn mit Ambrosia einsalbte und ins Herdfeuer hielt, um seine sterblichen Anteile auszulöschen.


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Egal wie, die Stelle, an der seine Mutter ihn anfaßte, seine rechte Ferse, blieb verletzbar und führte schließlich zu seinem Tode beim Kampf um Troja. Dort traf ihn ein von Paris abgeschossener, vom Gott Apoll gelenkter Pfeil, und schlug ihm eine todbringende Wunde.


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Der Fenriswolf war ein reißendes Tier, alles verschlang er, was ihm in den Weg kam, ungebärdiges, wildes Wesen, Monstrum, allem feindlich gesonnen, mit seinesgleichen kämpft er in der Götterdämmerung gegen das Asengeschlecht.


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Schicksal des Odin / Wotan war es, von ihm verschlungen zu werden. Dem zu entgehen, sann er darauf, ihn zu zähmen, im Zaum zu halten, doch gab es keine Bande die stark genug waren, ihn zu bändigen. Erst die Zwerge vollbrachten das Kunststück, eine magische Fessel anzufertigen. Fenris ließ sie sich allein unter der Bedingung, daß einer der Götter eine Hand in seinen Rachen legte,um den Hals werfen. Nur Tyr, der Schwert- und Kriegsgott, war willens, dies zu tun.Als Fenris merkte, daß die Kette hielt und er sie nicht sprengen konnte, biss er Tyr die Hand ab. Sein Maul wurde daraufhin mit einem Schwert aufgesperrt, um ihn am zuschnappen zu hindern mit seinen alles zermalmenden Kiefern. Zum Weltuntergang, der Götterdämmerung Ragnarök, sprengte er seine Ketten allerdings und brachte, wie es die Schicksalsgöttinnen vorhergesagt hatten, dem obersten Asen Odin den Tod.


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Geri und Freki („der Gierige“ und „der Gefräßige“) waren die treuen Begleiter Odins/Wotans sowohl in der Halle der Krieger, wo sie die Fleischbrocken fraßen, die eigentlich für Odin gedacht waren, er sie ihnen aber zuwarf, da er ausschließlich Met zu sich nahm, als auch auf den Schlachtfeldern, wo sie sich über die Schlachtopfer hermachten.


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Skoll und Hati, zwei Wolfsbrüder, jagen in der nordischen Mythologie die Sonne und den Mond.

Romulus und Remus waren die sagenhaften Zwillinge, die, zwar von ihrem Onkel Aemulius Silvius, der ihrem Vater die legitime Königsherrschaft entriß, in einem Weidenkorb auf dem Fluss Tiber ausgesetzt und so dem Ertrinken überlassen, dennoch dem Tode entgingen, weil Niedrigwasser sie im Uferschlamm stranden und ihr Geschrei eine Wölfin herbeieilen ließ, die sie in ihre Höhle brachte und säugte.


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Schließlich wurden sie von Faustulus, einem königlichen Schweinehirten gefunden, der sie mit sich nach Hause nahm zu seiner Frau. Die soll ein Lotterleben geführt haben, ähnlich das einer Prostituierten. Und in der Tat gibt das lateinische lupa beides her: Wölfin und Dirne. Eine dritte Möglichkeit: Lupa, eine wölfische Liebesgöttin, wurde damals verehrt, sodaß die zwei Kleinkinder auch von einer Priesterin dieser Gottheit aufgezogen worden sein könnten.



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Romulus war der Namensgeber der Stadt Rom, deren Gründung er zwar zusammen mit seinem Bruder in Angriff nahm, den er jedoch im Streit erschlug, als dieser ihm zum Hohne über die Markierungen in der Erde sprang, die den Verlauf der späteren Stadtmauern vorgaben, was einer Gotteslästerung gleichkam: Stadtmauern galten als heilig.

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Der Pfau steht für Schönheit und Reichtum, er ist ein Symbol für Liebe und Leidenschaft aber auch Unsterblichkeit, Arroganz und Eitelkeit. Er wird der Gemahlin des Zeus, Hera zugeordnet. Sie soll ihn erschaffen haben, den mit dem hundertäugigen Federkleid und zwar mit den Augen des hundertäugigen, ungeheuren Riesen Argos. Zeus verliebte sich in Io, die er in Gestalt einer Wolke umfing.Seine eifersüchtige Frau Hera hätte die zwei beinahe überrascht, doch konnte Zeus Io für ihn rechtzeitig in eine schneeweisse Kuh verwandeln, deren Schönheit selbst Hera in Erstaunen versetzte. Doch bat sich Hera, die noch mißtrauisch, das Tier als Geschenk aus, was Zeus ihr nicht abschlagen konnte. Sie ließ es von Argos dem Wachsamen behüten. Doch Zeus schickte seinen Boten Hermes, dem es gelang, den Riesen einzuschläfern und zu töten. Die Augen des Enthaupteten setzte Hera in den Pfau ein, verwandelte ihn in ein jetzt prachtvolles Wesen und rettete die Erinnerung an den Hirten der Io.


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Noch in Tiergestalt konnte Io fliehen, doch Hera ließ eine Rinderbremse auf sie los, die nicht aufhörte, sie heimzusuchen und die Schneeweisse in Raserei trieb.

Im Bestreben, der unablässigen Qual zu entfliehen, durchschwamm sie das Meer, das jetzt ihren Namen trägt (Ionisches Meer) und durchquerte die Furt, die Europa von Asien trennt, deren Namensgeberin sie wurde (Bosporus heißt Rinderfurt).

Auch Argos führt ein sprachliches Nachleben: einer, der genau hinguckt, alles bis ins kleinste Detail beobachtet, dedektivisch, durchaus auch mißtrauisch, seine Umgebung beäugt, schaut „ mit Argosaugen“ (griechisch) oder „mit Argusaugen“ (lateinisch ) auf die Welt.

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Galaxie/Michstraße/Milky Way

Einst verliebte sich Zeus in die liebreizende Alkmene, erschien ihr in Gestalt ihres Ehemannes Amphitryon, während dieser auf einem Feldzug kämpfte und zeugte mit ihr Herakles. Nach seiner Heimkehr noch in derselben Nacht, zeugte Amphitryon den Iphikles, sodaß sie mit beiden schwanger ging und Zwillinge zur Welt brachte. Jedoch verzögerte Hera, die eifersüchtige Frau des Zeus, die Geburt des Herakles, überlistete ihren untreuen Gatten, der bestimmt hatte, der erste Perseusenkel, also Herakles, solle die anderen beherrschen, ließ Eurystheus früher zur Welt kommen, sodaß dieser das Herrschervorrecht genoß.

Hera wurde ob des Verrates ihres Mannes zu lebenslangen Feindin und Verfolgerin des Herakles.

Auch Alkmene machte sich Gedanken über eine Vergeltung der Hera und setzte das Kind mit dem göttlichen Vater aus. Pallas Athene, die Halbschwester des Herakles, fand das Kleinkind und brachte es zu Hera, die es nicht erkannte, an ihre Brust legte und säugte. Nach einer anderen Sage war es Vater Zeus selbst, der seinen Sohn von der Milch seiner schlafenden Frau hatte trinken lassen. Doch tat sich der kleine Herakles so kräftig an der göttlichen Milch gütlich, daß Hera ihn von sich stieß, die Schmerzen nicht mehr ertragend. Dabei spritzte ein Gutteil ihrer Milch strahlförmig über den Himmel: die Milchstraße, altgriechisch galaxias (gala gleich Milch), englisch Milky Way war entstanden.


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